Montag, 31. März 2008

Do, 31. März 2005


Diesen Morgen war ich damit beschäftigt, das neue Seeds of Truth Academy Schild mit seinem Schriftzug zu versehen. Trotz der Schablone waren die Ränder der Buchstaben verlaufen, und mussten mit Blauer Farbe nachgezogen werden. In der Sonne trocknete die Farbe sehr schnell, so dass mit der Fehlerkorrektur sofort begonnen werden konnte.



Zehn oder Zwanzig Minuten nach 16:00. Baba, Sam und ich waren mit dem White Washing der Schule beschäftigt, als Klaasens zurück kehrten. Sie hatten lediglich gesagt, dass sie heute irgendwann zurück kommen wollten, aber nicht, wann. Sam meinte, wenn jetzt noch jemand Siesta mache, dann sei das wie bei der Rückkehr Jesu. Manche würden schlafen, und andere würden arbeiten. Und: es ist wichtig, dass wir nicht schlafen, wenn Jesus wiederkommt. Da hat er Recht ...


Nach der Andacht sind wir zu fünft zum Jagen aufgebrochen. Neben den drei erfahreneren Jägern Samuel, JJ und Paul waren auch Peter und ich mit von der Partie. Obwohl wir nicht weit vom Wasserloch entfernt mit dem Wind im Rücken auf die Wildschweine warteten, gingen wir diese Nacht leer aus. Tja, hatten wir eben kein Schwein gehabt ...!

Sonntag, 30. März 2008

Mi, 30. März 2005

Ganz früh am Morgen, noch bevor es hell wurde, ist Hermann mit seiner Familie nach Somita aufgebrochen. Dort holten sie seine Schwiegereltern ab, die an diesem Tag das Land wieder verlassen und zurück in die Staaten fliegen wollten. Ihr abendlicher Flug war kurzfristig vorverlegt worden, was aber nichts machte, da sie mit genügend Zeitpuffer zum Flughafen gekommen waren.


Hier auf dem Camp ging das (Arbeits-) Leben derweil seinen gewohnten Gang. Die boys waren mit dem White Washing der Schule beschäftigt.



JJ werkelte im Metal Workshop und gab mir Hilfestellung, wenn ich sie benötigte. Ich arbeitete weiter an dem Projekt, das ich am Vortag begonnnen hatte. Am Vormittag wurden die Schilder mit brauner Rostschutzfarbe versehen, und die Buchstabenschablone zum "Bedrucken" der Schilder vorbereitet.


Paul zeigte seinen Gästen unterdessen das ganze Camp und den Garten. Nachmittags fuhren sie zusammen nach Tentaba zum Baden.


Die braune Farbe war in der Siesta getrocknet, so dass ich nachmittags schon die blaue Hintergrundfarbe auftragen konnte.


20 Uhr: da die Andacht heute ausfiel, hatten wir die nötige Muße um uns Ben Hur fertig anzuschauen.

Samstag, 29. März 2008

Di, 29. März 2005

Das war heute unser Basisauftrag. JJ hat an der letzten Scoring Station Rädchen angebracht. Peter und Paul haben sich um die Vorhänge gekümmert, und alles wieder stabil aufgehängt.


Unterdessen hab ich mit der Flex drei Bleche zurecht geschnitten, und anschließend die Kanten geglättet. Daraus will ich ein neues Schild für die Schule machen. Der alte Schriftzug "Seeds of Truth Academy" ist nämlich schon ziemlich verwittert und verfallen. Zwischendurch hab ich die benötigten Buchstaben mit Judys Drucker ausgedruckt. Durch manuellen Einzelpapiereinzug und Wackelkontakt zog sich das voll in die Länge.



Später haben Peter und Paul die Buchstaben ausgeschnitten, aber negativ, das heißt als Schablone.


Nachmittags wurde die Schule vollends fertig aufgeräumt, und ich fegte das Zivihaus.

Freitag, 28. März 2008

Mo, 28. März 2005

Hermanns 38. Geburtstag



Und doch war es ein Arbeitstag wie jeder andere (in den Ferien) auch. Zumindest anfangs. Doch der Reihe nach. Unter Hermanns Leitung gingen wir am Morgen daran, die oberen Hälften der Bäume vor dem Schulgebäude zu fällen. Zuerst stieg Pajong in die Baumwipfel, befestigte dort ein Seil, und kam wieder runter. Dann zogen wir zu dritt an dem Seil, während Hermann mit der Motorsäge den Baum durchsägte. Ein Vierter hielt die Leiter fest, auf der Hermann stand. Das Seil war deswegen notwendig, damit der Baumwipfel nicht auf das Schuldach fiel, sobald er abgesägt war. Es besteht nämlich nur aus dünnem Wellblech, das überhaupt nicht stabil ist.



Bei den ersten paar Bäumen ging alles glatt. Hermann hatte gerade vielleicht den vierten Baumwipfel abgesägt, als dieser hochschnellte, und ihm in der Aufwärtsbewegung das Kinn aufriss. Er lies sich jedoch nicht weiter beirren, und wir köpften uns noch einen weiteren Baum ehe er sich verbinden lies. Die einzige Änderung war, dass das andere Ende des Seils nun am Auto befestigt wurde. Davon versprach er sich wohl mehr Sicherheit. Erst danach ging er zum Main House um sich von seiner Frau verarzten zu lassen.


Als er mit verbundenem Kinn zurück kam, meinte er, er werde sofort nach Sibanor aufbrechen. In einer Viertelstunde wolle er spätestens fahren, denn die Wunde müsse genäht werden. In Windeseile packte Yama ihre Sachen, so dass sie mit Hermann fahren konnte. Sie wollte sowieso in Urlaub fahren, und von Sibanor aus würde sie leichter einen Transport finden.


Bald nachdem Hermann weg war, fuhren Balamoussa und ich nach Soma. Wir mussten Nahrungsmittel einkaufen. Bei dieser Gelegenheit besorgte ich gleich 4 neue Coke Kisten. Außerdem mussten wir zwei Reifen flicken lassen. Denn am Morgen war auch der erst am Vortag aufgezogene Ersatzreifen fast platt. Vor dem Somatrip pumpten wir ihn noch einmal ordentlich voll, damit wir überhaupt hinfahren konnten. In Soma liesen wir erst den Ersten flicken, dann wechselten wir die Reifen vor Ort, und gaben auch den Zweiten in Reparatur.


Als wir zurück zum Camp kamen, war es nach Eins. In der Zwischenzeit war Baba Ceesay angekommen. Er wollte bis Samstag bleiben.



Gegen Fünf machten wir uns ans Wässern. Samuel, Baba, Ousman und ich teilten uns die Arbeit, so dass die Arbeit richtig angenehm war.


Wir waren gerade fertig mit Wässern, als JJ, Paul und dessen Besuch ankamen. Sie hatten ein Gelle Gelle genommen, so dass sie nun statt durchs Tor von hinten durch den Garten marschiert kamen.



Kurz zuvor war Hermann von Sibanor zurück gekehrt. Sein Geburtstag wurde abends mit einem Pizzaessen gefeiert, und die Mädels hatten extra noch ein wenig dekoriert.


Die abendliche Devotion fiel heute mal aus, und so schauten wir gemeinsam die erste Hälfte des Filmes Ben Hur an. Er war zwar auf deutsch, aber ich übersetzte für die boys so gut ich konnte.


Vor dem Zubettgehen wollte ich noch kurz meine Emails checken. Dabei stellte ich einen neuen Negativ-Rekord auf. Es dauerte eine ganze Stunde, bis die Internetverbindung zu Stande kam. Na ja, besser spät als nie ...

Donnerstag, 27. März 2008

So, 27. März 2005

Weil wir so viele Leute auf dem Camp waren, fand der heutige Gottesdienst hier statt, nicht in Kundung. Doch auch von dort kamen Einige, so dass wir heute für die Ferien richtig viele Gottesdienstbesucher waren.


Nach dem Gottesdienst entdeckte Balamoussa einen Platten am linken Vorderrad des Toyotas. Wir wechselten ihn gemeinsam.


Am späten Nachmittag kam Seal, und blieb bis zum Abend. Samuels Bruder Mustafa blieb über Nacht.


Heuer und die letzten Tage haben wir lange Devotions über creation und Jesus' last coming. Damit scheint Hermann sich in letzter Zeit etwas intensiver zu befassen, so dass die Devotions und der Gottesdienst nahtlos in einander übergehen. Auch von der Länge her ähneln die Devotions momentan mehr einer Predigt als einer kurzen Andacht.

Mittwoch, 26. März 2008

Sa, 26. März 2005

Mit Judy und den beiden Mädels trat ich heute bereits die Heimreise an. Die Ladefläche des Toyota war mit Souveniers und Gepäck total vollgepackt. JJ, Paul und sein Besuch wollten noch zwei Tage bleiben, und dann am Montag mit Public Transport nachkommen. Deswegen hatten sie schon mal das ganze überflüssige Gepäck mit uns mitgegeben, und nur noch das Nötigste dabehalten. Oben auf dem Gestell des Toyotas zurrten wir noch vier Matrazen fest. Dann konnte es los gehen. Es war Zehn vor Zwei.



Einer musste immer hinten auf dem Toyota sitzen, und danach schauen, dass nichts von der Ladefläche fiel; das kann bei diesen Schlaglöchern schon mal vorkommen. Ich machte den Anfang. Zehn Minuten vor Somita verloren wir fast eine der Matrazen. In Somita lieferten wir die vier Matrazen ab und hatten einen kleinen Aufenthalt. Dann gings weiter. Wir wechselten uns ab damit hinten auf der Ladefläche zu sitzen.


Unterwegs sahen wir ein ausgewachsenes Buschfeuer. Die Flammen schlugen bis auf die Straße, und der Rauch verdunkelte den Himmel. Wir sahen zu, dass wir zügig daran vorbei fuhren. Die örtliche Feuerwehr saß dabei und sah zu. Sie war machtlos.



Kurz vor Sieben erreichten wir das Camp. Zu meiner Überraschung waren auch drei der ehemaligen "big boys" da, um mitzuhelfen: Balamoussa, Ousman und Pajong.

Dienstag, 25. März 2008

Fr, 25. März 2005

Gegen Zehn Uhr gings mit dem Auto nach Banjul. Ziel: der Banjul Craft Market. Nur JJ blieb bei GPI. Ihm hatte das Einkaufen gestern in Serrekunda bereits gereicht. Schon nach kurzer Zeit hatten wir mehrere schwarze Führer, von denen einige sogar genug deutsch sprachen um sich mit uns auf deutsch verständigen zu können. Zwei Stunden und etliche tausend Dalasi später kehrten wir nach Serrekunda zurück, das Auto vollbeladen mit allem möglichen Zeugs.


Nachmittags wurde Pauls Gästen etwas Besonderes geboten. Es ging zum Krokodil Pool. Dort wurden die Krokodile gestreichelt, obwohl es ein Schild gab, das verbot die Viecher anzufassen. Ein Wärter kam denn auch und meinte, die Tiere seien gefährlich. Hatte Paul wohl Glück gehabt, das die Tierchen gerade nicht hungrig waren ...