Die Behandlung verlief nach dem gleichen Schema wie schon die letzten 7 Behandlungen: Massage der linken Pobacke, Bestrahlung bzw. Erwärmung von Po und Rücken, fertig. So eine Sitzung kostet normalerweise 25 Dalasi. Mit weißer Hautfarbe darf man 150 Dalasi bezahlen, was aber immer noch voll in Ordnung geht, wenn man bedenkt, dass die Weißen in der Regel auch mehr als sechsmal so reich sind, wie die einheimische Bevölkerung. Alles in allem gesehen ist das sowieso noch ein Klacks verglichen mit dem, was die Versicherung für einen Krankenheimtransport locker gemacht hätte: rund 10.000 €. So braucht man ja die Mitgliedsbeiträge auch nicht aus dem Fenster zu werfen ...
Donnerstag, 7. Februar 2008
Mittwoch, 6. Februar 2008
So, 06. Feb. 2005
Um kurz nach Zehn gingen wir mit Ralph in die WEC Gemeinde. Zu unserer Überraschung waren im Gottesdienst fast mehr Weiße als Schwarze. Eine Gruppe junger Leute aus England gestalteten das Rahmenprogramm. Die Predigt hielt Phil, ein junger Ire. Er sprach über Ups and Downs im Leben, und veranschaulichte das am Leben Josefs in Ägypten. Seine Kernaussage war, dass Gott in jeder Situation die Kontrolle hat. Das sprach auch Daniel an, bezüglich seiner nun schon einen Monat währenden Krankheit.
Abendessen bei Pfaus
Am Abend waren wir bei Wolfgang und Ina Pfau zum Essen eingeladen. Sie sind Freunde meiner Eltern, und seit einigen Jahren Feldleiter von WEC. Um Acht holte uns Wolfgang ab, und brachte uns zu dem Anwesen, das sie seit nunmehr zehn Jahren ihr Zuhause nennen. Er zeigte uns das Gästehaus und den Garten, in dem mittlerweile sogar zwei kleine Erdbeerpflänzchen wachsen. Für den Besuch wurde das beste Essen aufgefahren, ein deutsches Abendbrot.
Die vier Kinder von Pfaus freuten sich sehr über den Besuch, doch sie mussten bald nach dem Abendessen ins Bett, weil am nächsten Tag wieder Schule war. Wir grown-ups saßen noch ein wenig beisammen, unterhielten uns und hängten noch ein paar Luftballons auf für die morgige Geburtstagsfeier. Die Zwillinge wurden nämlich 9 Jahre alt, und bekamen ihre allererste Geburtstagsfeier, so richtig mit Freunden, und so.
Als wir wieder in unserer Unterkunft ankamen, waren Hermann und Andreas eingetroffen. Andreas sollte am Dienstagmorgen wieder zurück nach Deutschland fliegen.
Dienstag, 5. Februar 2008
Sa, 05. Feb. 2005
Wochenende
Heute mal keine Physiotherapie. Kein Stress. Daniel schlief sich erst mal gründlich aus. Da ich nicht wie er bis Elf schlafen konnte, arbeitete ich ab Acht am Computer. Dann gab's Frühstück.
Anschließend ging ich Geld wechseln, und Daniel machte sich auf den Weg zu Africell, um seine Rechnung abzuholen. Außer der Grundgebühr waren nur wenige Anrufe aufgelistet. Sehr gut! Verbindungen ins Internet scheinen hier wohl nicht als Anruf zu zählen. Soll uns Recht sein ...
Am Abend gingen wir mit Eric und seinem Kumpel Essen. Die Schnitzel und Steaks beim Deutschen liesen zwar ein wenig auf sich warten, waren dafür aber super gut. Nur mit der lieben Mathematik scheinen die meisten Afrikaner ihre liebe Not zu haben. Wir haben immer mal wieder Abrechnungen, die nicht ganz stimmen. Mal zu unseren Gunsten, mal zu unseren Ungunsten. Die Afrikaner entschuldigen sich aber nicht nur, wenn sie einem zu viel abknöpfen wollten, sondern auch, wenn sei einem zu viel herausgegeben haben :-)
Montag, 4. Februar 2008
Fr, 04. Feb. 2005
An diesem Morgen kam unser Taxifahrer wieder in seinem eigenen Taxi um uns abzuholen. In der Physiotherapie war heute Herr Kes nicht da, weil seine Frau heute mit dem Flugzeug ankommen sollte. Statt dessen wurde Daniel von Eric, einem 23 Jahre alten Niederländer behandelt. Er kann sehr gut deutsch, und wir verabredeten uns mit ihm uns seinem Kumpel auf Samstag Abend zum Abendessen beim "Deutschen", dem Come in.
Sonntag, 3. Februar 2008
Do, 03. Feb. 2005
Am Dienstag hatten wir uns einen neuen Fahrer engagiert, der uns jeden Morgen zur Behandlung fahren würde. Heute kam er jedoch etwas später, und auch nicht in seinem gelb-schwarzen Taxi, sondern in einem lilafarbenen Zivilfahrzeug. Sein Taxi habe einen Break Down gehabt, erklärte er uns. Also habe er sich das Auto eines Freundes geliehen, um das Abholversprechen, dass er uns gegeben hatte, einzulösen. Schön! Da fiel es nicht so ins Gewicht, dass der Motor ziemlich durchzugsschwach war, so dass wir oft Probleme hatten beim Anfahren überhaupt von der Stelle zu kommen. Aber irgendwann waren wir dann doch im Krankenhaus.
Auf der Rückfahrt vom Krankenhaus kam Daniel mit ihm über den Glauben ins Gespräch. Daniel legte gleich los, und erzählte ihm, dass Jesus der Sohn Gottes sei (etwas, das die Muslims total ablehnen!), und dass er für unsere Schuld gestorben sei (noch so ein Punkt; die Muslims glauben, Judas sei an Jesu Statt gestorben!). Zum Glück sagte er nichts Negatives über Mohammed; sonst hätte er das Gespräch wohl vergessen können. Der Fahrer war aber nett und offen. Er sagte, er sei früher selbst Christ gewesen, später aber dann Muslim geworden. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, war er ein Namenschrist, der nicht so leben wollte wie die anderen Namenschristen; an und für sich ja ein löblicher Gedanke. Nur, er dachte, das sei schon Alles hinter dem Christentum, und so entschied er sich für den Islam. Schade! Bedenklich.
Samstag, 2. Februar 2008
Mi, 02. Feb. 2005
Hermann fuhr uns heute persönlich zur Physiotherapie. Während Daniel behandelt wurde, erledigte Hermann ein paar Dinge in Banjul. Auf dem Rückweg nahm er uns wieder mit. Wir fuhren jedoch nicht direkt zu WEC zurück, sondern in ein Strandrestaurant zum Mittagessen. Anschließend machten wir an einer Einkaufs(viertel)meile halt. Hermann wollte, dass Andreas sich noch ein wenig umsehen, und sich ein paar Souvenirs kaufen konnte. Die Gelegenheit liesen Daniel und ich uns nicht entgehen, und wir deckten die Händler mit Dalasis, und uns mit Souvenirs ein.
Nachdem die Shopping-Tour beendet war, fuhren wir zu einer Werkstatt, bei der Hermann einen Reifen des Mitsubishi testen lies, in dem er einen Schraubenkopf entdeckt hatte. Zum Glück war die Schraube am Hals abgebrochen, so dass kein größerer Schaden entstand. Danach schauten wir noch auf gut Glück bei einem Händler vorbei, den Hermann öfter aufsucht, und der immer mal wieder gutes Werkzeug im Angebot hat. Hermanns Kaufmotto lautet denn auch: "Wenn mal was Ordentliches da ist, musst du sofort zuschlagen." Dieses Mal erstanden wir bei ihm eine kleine Standbohrmaschine.
Den Nachmittag verbrachten wir in gewohnter Manier. Kurz vor Fünf machten Andreas und ich uns auf den Weg zur Wechselstube, wo wir für einen Euro 37,50 Dalasi bekamen. Etwas später fuhren wir mit Hermann zum Abendessen. Beim Deutschen gab es gutes deutsches Essen, das vor allem noch preiswert war. An diesem Abend lief im Kneipenfernseher das Spiel ManU gegen Arsenal, und die Kneipe war sehr gut gefüllt. Die allermeisten Gäste aßen jedoch nicht mehr, sondern hatten es sich vor der Glotze bequem gemacht. Das Spiel war spannend, die Zuschauer fieberten und freuten sich mit beiden Teams, und am Ende gewann ManU mit 4:2, obwohl Arsenal mit 2:1 in Führung gegangen war. Wir bekamen das Spiel mehr oder weniger nur am Rande mit, weil wir uns an Steaks mit Pommes gütlich taten.
Freitag, 1. Februar 2008
Di, 01. Feb. 2005
Schon vor Acht standen Michael, Hermann und Andreas auf dem Teppich. Wir frühstückten gemeinsam, und unterhielten uns ein wenig über Daniel, und wie es generell weitergehen würde. Dann war es für Daniel und mich an der Zeit, zur Physiotherapie aufzubrechen. Die anderen fuhren inzwischen zum Flughafen. Michaels Flug nach Mali ging um 15:00. Außerdem bestellte Hermann gleich noch ein Rückflugticket für Andreas, der eine Woche später die Heimreise antreten wollte.
